50 Jahre Echzeller Sportschützengemeinschaft e.V.

Kommersabend fiel Corona zum Opfer -

Ehrung der Gründungsmitglieder fand im kleinen Kreis statt

Auch nach nunmehr fast zwei Jahren seit dem Einzug der COVID-19-Pandemie, hält das Virus unseren Alltag fest im Griff. Im Jahr 2020 hatte der Vorstand noch darauf gehofft, im Folgejahr könnten Schützenfeste, Vereinspokalschießen und der Kommersabend anlässlich des 50-jährigen Vereinsjubiläums wieder stattfinden. Doch das Gegenteil war und ist leider der Fall.

Bereits im Spätsommer 2021 hatte der Vorstand final entschieden, den für den 13. November 2021 terminierten Kommersabend abzusagen und die bereits getätigte Reservierung des Bürgerhauses in Bingenheim zu stornieren. Festgehalten wurde jedoch an der Ehrung der Mitglieder, die nötigenfalls auf dem Postweg erfolgen sollte.

Anfang November 2021 -der Verein wurde am Buß- und Bettag 1971 gegründet- war klar, dass eine Präsenzveranstaltung mit allen zu ehrenden Mitgliedern noch nicht möglich ist.

Daher nahm der Vorsitzende Frank Ester zunächst Kontakt mit den sechs, dem Verein noch zugehörigen Gründungsmitgliedern auf. Im Zuge dieser Telefonate kristallisierte sich sehr schnell heraus, dass sich vier dieser Gründer die Übergabe der Ehrennadeln und der Urkunden im Schützenhaus wünschen. Diesem Wunsch konnte man -auch aufgrund der im Schutzenhaus bestehenden "2G Regel"- entsprechen und so fand am 19.11.2021, also 50 Jahre und zwei Tage nach der Vereinsgründung, die Ehrung der vier Gründungsmitglieder im Schützenhaus statt.

v.l.n.r.: Daniel Stock, Rainer Hartmann, Gerhard Lindenthal, Reinhold Möser, Frank Ester und Willi Pipp

Nach einer einleitenden Begrüßung durch den Vorsitzenden, gab es zunächst eine Stärkung in Form von Hackbraten mit Zwiebelsauce und Kartoffelsalat. Nach einem kleinen Verdauungsschnäpschen wurde dann zunächst der verstorbenen Gründer gedacht, bevor Ester die Verdienste der einzelnen Gründer, die auf insgesamt 185 Jahre aktive Vorstandsarbeit zurückblicken können, hervorhob.

Es ist mir eine große Freude und zugleich eine Herzensangelegenheit, die heutigen Ehrungen vorzunehmen. Ihr habt durch Euren unermüdlichen Einsatz das Fundament für unsere noch heute andauernden Vereinserfolge und für unsere Vereinskultur gelegt. Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich 35 der 50 Jahre in unserem Verein mit Euch begleiten durfte“, sagte Ester, der mit zwei der anwesenden Gründer in den 1980er Jahren aktiv in einer Mannschaft geschossen hatte.

Darüber hinaus wurden geehrt:

Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes e.V. in Gold für 50-jährige Mitgliedschaft

  • Renate Hartmann
  • Klaus Rühl (Gründungsmitglied)
  • Kurt Weiland (Gründungsmitglied)

Vereinsehrennadel in Gold für 35-jährige Mitgliedschaft

  • Christine Penow
  • Edgar Ester
  • Frank Ester

Vereinsehrennadel in Silber für 30-jährige Mitgliedschaft

  • Claus Wehrum

Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes e.V. in Silber für 25-jährige Mitgliedschaft

  • Klaus Dollansky
  • Harald Theede

Vereinsehrennadel in Bronze für 20-jährige Mitgliedschaft

  • Ute Anker
  • Norbert Michel
  • Markus Goll
  • Max-Peter Pfeifer

Ehrenurkunde des Vereins für 15-jährige Mitgliedschaft

  • Phil Lohfink

Den vorgenannten Personen wurden die Urkunden und die Ehrennadeln persönlich an der Haustüre überreicht. Wo dies anwesenheitsbedingt oder Aufgrund der Entfernung nicht möglich war, erfolgte eine Zustellung auf dem Postweg oder durch Briefkasteneinwurf.

 

Bereits wenige Tage zuvor wurden die amtierenden Vorstandsmitglieder im Rahmen eines Willkommensbesuchs des Vorstands des Schützenbezirks 26 Mittelhessen vom dortigen Bezirksschützenmeister geehrt.

v.l.n.r.: Frank Ester, Florian Schmidt, Dieter Bönsel, Carmen Matern, Daniel Stock sowie der Bezirksschützenmeister Michael Prokisch.

Der Vereinsvorstand hatte sich im Sommer 2021 aufgrund grob unsportlicher Verhaltensweisen eines Vereins des Schützenbezirks 29 Büdingen und des aus Sicht der ESG sehr fragwürdigen Umgangs des Sachverhalts durch den Bezirksvorstand und durch das Präsidium des Hessischen Schützenverbandes, für einen Wechsel in den Schützenbezirks 26 Mittelhessen entschieden.

Vorsitzender und Geschäftsführer Frank Ester, Sportwart Dieter Bönsel, Systemadministrator Daniel Stock und Geräte- und Anlagenwart Florian Schmidt wurde die Ehrenurkunde nebst Ehrennadel des Landessportbundes Hessen e.V. verliehen. Schriftführerin Carmen Matern erhielt das Hessische Ehrenzeichen in Bronze. Florian Schmidt wurde zudem die Ehrennadel des Präsidenten des Deutschen Schützenbundes e.V. in Grün überreicht.


Bundestagswahl 2021

Koalitionsvertrag lässt auf einen vertretbaren Umgang mit einer möglichen Waffengesetznovellierung hoffen

In einem meiner letzten Newsletter hatte ich Euch auf das im Wahlprogramm von Bündnis 90/Die Grünen niedergeschriebene beabsichtigte Verbot des Besitzes von tödlichen Schusswaffen für Sportschützinnen und Sportschützen hingewiesen. 

„Jeder Mensch, der durch eine Waffe stirbt, ist einer zu viel. Deshalb wollen wir die Verfügbarkeit von tödlichen Schusswaffen außer für Jägerinnen und Jäger, die ohne diese Waffen ihre Aufgaben nicht erfüllen können schrittweise beenden. Auch im Bereich des Schießsports setzen wir uns im Dialog mit Sportschütz*innen für die Umstellung auf nichttödliche Schusswaffen ein“, konnten wir auf Seite 198 des Wahlprogramms nachlesen.

Wie wenig fachliche Substanz diese Forderungen haben erkennt man auf den ersten Blick, denn nicht nur Jägerinnen und Jäger, sondern auch das Bewachungsgewerbe und besonders gefährdete Personen benötigen Schusswaffen und diese Personengruppen fanden Wahlprogramm keinerlei Berücksichtigung.

Der Vizepräsident Recht des Deutschen Schützenbundes e.V., Walter Wolpert, forderte seinerzeit die einzelnen Politikerinnen und Politiker der Grünen, die offen und nicht im ideologischen Denken verhaftet sind, dazu auf, sich einmal einen Schützenverein aus der Nähe anzusehen. Hierzu hatte ich angemerkt, dass unser Verein seit vielen Jahren auch den Ortverein Echzell von Bündnis 90/Die Grünen zu unserem alljährlichen Vereinspokalschießen einlädt, diese jedoch, ganz im Gegensatz von CDU und SPD, die Jahr für Jahr unsere Veranstaltung besuchen, bisher noch nie unserer Einladung gefolgt sind.

Nachdem nun der Koalitionsvertrag zwischen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der FDP vorgelegt wurde, bin ich zuversichtlich, dass hier mit der gebotenen Sachlichkeit zu Werke gegangen wird.

„Die weit überwiegende Zahl der Waffenbesitzerinnen und -besitzer ist rechtstreu. Terroristinnen und Terroristen sowie Extremistinnen und Extremisten gilt es, konsequent zu entwaffnen. Wir evaluieren die Waffenrechtsänderungen der vergangenen Jahre und gestalten bestehende Kontrollmöglichkeiten gemeinsam mit den Schützen- und Jagdverbänden sowie mit den Ländern effektiver aus.  Zudem verbessern wir die kriminalstatistische Erfassung von Straftaten mit Schusswaffen sowie den Informationsfluss zwischen den Behörden. Bei Gegenständen, für die ein Kleiner Waffenschein erforderlich ist, soll dieser künftig auch beim Erwerb vorgelegt werden müssen. Private Sicherheitsdienste werden wir mit verbindlichen Standards in einem eigenen Gesetz regulieren“, heißt es nun im vorgelegten Koalitionsvertrag.